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Reksoft  |  March 26, 2007

Bits und Bytes im ganzen Land

Waldemar Lichter
Ost West Contakt, March 26, 2007

Dies gilt auch fur die russische IT-Branche. Die Millionenmetropole ist zwar der grosste Markt fur Bits und Bytes und das wichtigste Zentrum fur Softwareentwicklung im Land; auch sind hier die grossten Unternehmen der Branche zu Hause. Dicht dahinter kommt aber bereits Sankt Petersburg. Zum Gluck fur Einsteiger verfuegt Russland ueber mehr als nur diese beiden IT-Standorte mit ihrem ueberhitzten Personalmarkt. Nishnij Nowgorod und Nowosibirsk folgen aufdem Fuss. Daneben wittern andere Stadte wie Tomsk ihre Chance, sich in der Branche in den kommenden Jahren einen Namen zu machen.

Moskau

Moskau ist die Nummer eins auf der IT-Landkarte Russlands. Vierzig der fuenfzig grossten IT-Unternehmen des Landes haben dort ihren Hauptsitz (Ratinglisteder Fachzeitschrift CNews, 2005). Nur fuenf stammen aus Sankt Petersburg. Moskau ist das politische und wirtschaftliche Zentrum der Russischen Federation. Die Hauptstadt bietet Nahe zu Entscheidungstragern in Wirtschaft, Finanzen und Politik. Hier haben die grossten russischen Industriekonzerne und Finanzinstitute ihre Zentralen. Nach Moskau kommen die meisten auslandischen Unternehmen zuerst, wenn sie den russischen Markt ins Visier nehmen. Industrie, Handel, Banken und die Regierung - all das sind wichtige Kunden der IT-Branche. Wer gross werden und bleiben will, der muss in Moskau zumindest einen Fuss in der Tuer haben.

Moskauer IT-Unternehmen agieren international; der globale Outsourcing-Markt ist fur sie wichtig. In der Metropole werden 36 Prozent der gesamten russischen IT-Exporterlose generiert, schatzt Swetlana Wronskaja vom Softwarehaus Reksoft. An zweiter Stelle folgt Sankt-Petersburg mit einem Anteil von 28 Prozent. Doch staerker als Unternehmen im Nordwesten Russlands widmet sich die Moskauer IT-lndustrie nicht nur der Softwareentwicklung fur internationale Auftraggeber. Sie ist mindestens gleichermaessen dem Binnenmarkt und eigenen Produkten zugewandt. Viele IT-Firmen, die sich mit eigenen Produkten auf dem Weltmarkt einen Namen gemacht haben, wie Kaspersky Lab und Cboss, sitzen in Moskau, sagt Walentin Makarow, President des russischen IT-Verbandes RUSSOFT.

Doch die Grosse hat ihren Preis: Moskau ist als Standort teuer geworden. Die Nachfrage nach guten IT-Kraeften ist exorbitant hoch und uebersteigt ungeachtet der hohen Ausbildungsquote das Angebot. Der Markt fuer IT-Spezialisten in Moskau, aber auch in Sankt Petersburg, ist extrem ueberhitzt, klagt Alexej Suchariew, President der Softwarefirma Auriga. Es fehlt an Programmierern, die Fluktuation des Personals nimmt zu. "Viele Unternehmen reissen sich geradezu um Talente und sind gezwungen, sich Neues zur Mitarbeiterbindung auszudenken", so Suchariew. Nur so konnen sie ihr Wachstumstempo aufrechterhalten.

Auch die Buerokosten schossen in den vergangenen Jahren in die Hohe. Zudem halt die stadtische Verkehrsinfrastruktur mit dem rasanten Wachstum kaum Schritt und nahert sich dem Kollaps. Geschaeftsbesprechungen in Moskau zu vereinbaren, gleicht derzeit eher einem Glueckspiel: "Wir kommen schneller nach Paris, als von unserem Buero am Rande der Stadt ins Zentrum", klagt ein Manager. Initiativen, um alternative Standorte in unmittelbarer Naehe der Hauptstadt zu entwickeln, sind deshalb in der Branche hoch willkommen. Dazu dienen unter anderem Sonderwirtschaftszonen und Technoparks.

Gleich zwei von landesweit insgesamt vier Sonderwirtschaftszonen mit den Schwerpunkten High-tech und IT entstehen bei Moskau - in Dubna und in Zelenograd. In Dubna, besser bekannt als eines der wichtigsten Nuklearforschungszentren der frueheren Sowjetunion, ist Softwareentwicklung der Schwerpunkt. Ankermieter dort sind Luxoft (Software, IBS-Gruppe) und Dubna-Sistema (neue Materialien fur Drucktechnik, Tochterfirma des Konzerns AFK Sistema). Dort soll auch das Russische Zentrum fuer Programmierung eingerichtet werden. Weitere Interessenten aus der IT- und High-tech-Industrie sind im Gespraech. Dazu zahlt die Firma Progresstech, die in Dubna Konstruktionsteile fur Boeing-Flugzeuge fertigen will.

In Zelenograd (zwei Teile: Alabuscgewi und MIET - Moskauer Institut fuer Elektronische Technologie) wird es vor allem um Harware gehen: Mikroelektronik, Optik, neue Materialien sowie elektronischer Geraetebau. Angemeldet sind bereits die Girma OOO Alfachip und das Innovationszentrum ZITZ. Im Bezirk Zelenograd sind zahlreiche Unternehmen der russischen Elektronikindustrie zu Hause, etwa Mikron (gehoert Sitronics/AFK Sistema) und Angstrem. "In der Zelenograder Sonderwirtschaftszone sehen wir durchaus einige Moeglichkeiten", so Vertreter einer russischen Biometrik-Firma. Sie erwagen, einen Teil der benoetigten Geraete dort von einer anderen Firma fertigen zu lassen.

An beiden Standorten laufen noch die Projektarbeiten, wichtige Teile der Infrastruktur sind erst im Entstehen. Vorteil der Sonderwirtschaftszonen sind vor allem geringere Abgaben, ermassigte Gewinn- und Sozialsteuersatze und andere Nachlasse bei lokalen Abgaben (Boden-, Transportsteuer). Der Nachteil: Die Zonen sind in sich geschlossene Gebiete, die Forderung ist an bestimmte Auflagen gebunden, etwa im Hinblick auf die Investitionshohe. "Wir mochten uns lieber nicht in ein solches Korsett pressen lassen", sagt ein Vertreter einer russischen Softwarefirma.

Neben den Sonderwirtschaftszonen werden in Russland auch Technoparks entwickelt. Sieben Standorte haben den Segen des Ministeriums fur Informationstechnologie und Telekommunikation erhalten. Im Unterschied zu Sonderwirtschaftszonen bieten Technoparks keine Steueranreize an. Ihre Vorteile sind die Infrastruktur, die vom Staat und den Regionalregierungen aufgebaut und finanziert wird, und die institutionelle Hilfe (Anmeldung, Patentierung etc.), welche Start-ups und kleinen IT-Firmen das Leben erleichtern sollen.

Im Gebiet Moskau sind zwei IT-Technoparks vorgesehen: In Tschernogolowka und im Rayon Dmitrowo. Fur beide will die offentliche Hand bis 2011 rund sechs Milliarden Rubel ausgeben. In Dmitrowo beteiligen sich unter anderem grosse Branchenunternehmen wie Lanit und Verysell an dem IT-Park. In Obninsk in der Naehe von Moskau (Gebiet Kaluga) wird ausserdem ein weiterer Technopark hinzukommen. Dorthin sollen mehr als vier Milliarden Rubel fliessen. Schwerpunkt wird aber Nuklearmedizin sein.

Sankt Petersburg

Im Unterschied zu Moskau konstituiert sich die IT-Industrie in Sankt Petersburg aus einer grossen Zahl von Firmen kleinerer und mittlerer Grosse. "Die Konsolidierung in der Branche hat diese Region bisher noch ausgespart", sagt RUSSOFT-Chef Makarow. Seit etwa fuenf Jahren entwickle sich die Stadt vor allem als Standort fur Programmentwicklung fur Kunden aus dem Westen, berichtet Reksoft-Vertreterin Wronskaja. Die Auftraggeber sitzen vor allem in Nord- und Westeuropa, insbesondere in Skandinavien.

Sankt Petersburg kommt die grosse Zahl von wissenschaftlichen und Forschungsinstituten zugute - hier-bei wird die Stadt an der Newa nur von Moskau uebertroffen. Ein wichtiger Vorteil ist aber auch die Naehe zu den Kunden, beispielsweise aus Skandinavien. "Unsere fmnischen Partner kommen manchmal per Taxi zu uns zu Geschaeftsbesprechungen", erzahlt Wronskaja. Auch von einigen wichtigen europaischen Grossstadten ist Sankt Petersburg per Flugzeug direkt und in wenigen Stunden erreichbar. Ein grosser Vorteil, der sich in Russland nur in Sankt Petersburg und Moskau so bietet. In dieser Stadt haben grosse IT-Exporteure wie Exigen Services Starsoft, Reksoft, Data Art, Digital Design und Lanit-Terkom ihren Sitz.

Auch in Sankt Petersburg werden eine Sonderwirtschaftszone, diverse staatlich gefoerderte Technoparks und private Innovationszentrenentwickelt. Die Sonderwirtschaftszone wird auf zwei Grundstuecken errichtet: Neudorf/ Strelno und Nowo-Orlowskij. Erste Residenten sind ZAO Transas und ZAO Transas-Technology. Schwerpunkt ist die Entwicklung von Programmen zur Steuerung von Transportsystemen und fuer Umweltmonitoring. Ein IT-Technopark ist im Fruhjahr 2006 bei da Staatlichen Telekommunikationsuniversitat namens Bontsch-Bruiewitscha gegruendet worden.

Interesse an Investitionen und am Management der Sonderwirtschaftszone Neudorf und der Technoparks in Sankt Petersburg hat die finnische Technopolis angemeldet. Das Unterehmen hat sich in diesem Bereich in Skandinavien einen Namen gemacht. Uber den Fortgang der Gespraeche in Russland huellen sich die Finnen jedoch in Schweigen. "Wir setzen unsere Verhandlungenfort",soTechnopolis-Vize-praesident Kari Mikkonen. Stattdessen werden derzeit eigene Technoparks und Innovationszentren in der Naehe des ortlichen Flughafens Pulkowo entwickelt. Der erste Teil des Technoparks soll Anfang 2008 in Betrieb genommen werden.

Hinsichtlich der Aussichten der IT-Sonderzonen in Sankt Petersburg ist die Branche jedoch zuruckhaltend. Der Grund: Sie sind zu weit vom Stadtzentrum entfernt. "Das ist wenig attractiv. So weit wird niemand von den Petersburger IT-Fachleuten fahren wollen", meint Wronskaja. Zumal esi genug Alternativen gibt: Das Angebot an interessanten IT-Arbeitsplaetzen in der Stadt selbst sei gross, die Nachfrage hoch.

Es sind nicht nur die russischen, sondern auch zahlreiche auslaendische Unternehmen, die mit ihren R&D-Abteilungen (Research and Development) in Sankt Petersburg vertreten sind. Dazu gehoren zum Beispiel Alcatel, Motorola, Intel oder Sun Microsystems. Jetzt hat auch Hewlett-Packard ein R&D-Labor in Sankt Petersburg eingerichtet, in dem rund 40 Software-Ingenieure arbeiten werden. Es ist das siebte Labor von HP weltweit neben Palo-Alto, Bristol, Haifa, Tokyo, Bangalore und Peking.

Nischnij Nowgorod

Zu den wichtigsten IT-Zentren in Russland zahlt Nischnij Nowgorod. Im Unterschied zu Sankt Petersburg und Moskau sind hier wenige, dafuer aber grosse Unternehmen taetig. Die Spezialisierung des Standortes ist Software fuer die Telekomindustrie, speziell fur den Mobilfunk- und fur Mobilfunkanwendungen.

Die Stadt Nischnij Nowgorod ist in Russland schliesslich wegen des ersten Funklabors im Land als "stolica radio" bekannt - die Hauptstadt der Funkkommunikation. Bis Anfang der 90er Jahre war die Stadt wegen ihres hohen Anteils an Ruestungsindustrie fur Auslaender geschlossen. Hier wurden unter anderem Panzer und Kampfflugzeuge produziert.

Zu den bedeutendsten russischen IT-Unternehmen der Region gehoeren Telma Soft und Mera Networks, die sich mit Offshore-Programmierung und Softwareentwicklung befassen. Die "Karriere" von Telma auf dem internationalen Markt hat 1992 mit einer kleinen Auftragsarbeit fur Motorola begonnen. Gebraucht wurde eine russischsprachige Pager-Software. Der Test wurde mit Bravour bestanden. Dreizehn Jahre spaeter erzielte Telma schon 18 Millionen US-Dollar Umsatz, darunter mit Software fur Motorola-Handys. Heutegehort Telma der schwedischen Software-Gruppe Teleca.

Nishnij Nowgorod ist aber auch eines der wichtigsten Forschungs-und Entwicklungszentren von Intel. Das US-Unternehmen verfuegt heute ueber rund 1.000 Mitarbeiterimganzen Land. Davon arbeiten 450 in Nishnij Nowgorod und 150 weitere in der nah gelegenen Stadt Sarow - die meisten im R&D-Bereich. Intel kam bereits 1992 in die Region - zunaechst nach Sarow, eine geheime Kernforschungsstadt, besser bekannt unter dem Codenamen "Arsamas-16". Dort wurde in den 50er Jahren unter anderem die sowjetische Wasserstoffbombe entwickelt. Was vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar war - seit 2003 unterhalt Intel in Sarow ein eigenes vollwertiges Labor.

Auch in Nishnij Nowgorod wird ein Technopark errichtet. Standort ist Satis (Diwejewskij Rayon), nurwenige Kilometer von Sarow entfernt. Und auch Intel folgt an diesen Standort. Der erste Abschnitt des Technoparks, "der Kern", wurde 2006 in Betrieb genommen, der zweite soll 2007 folgen. Bis 2010 soll in Satis ein grosses IT-Zentrurn mit Bueros, Labors, technischen Einrichtungen und Wohnungen von insgesamt 40.000 Quadratmeter Flache entstehen. Etwa 100 IT-Firmen mit rund 3.000 Beschaftigten werden dort Platz finden.

Die Investitionen, finanziert zum Teil von der offentlichen Hand, zum Teil von privaten Investoren, gehen in die Millionen. Zu den Grundern des Technoparks Satis zahlen neben dem Kernforschungszentrum RFJaZ-WNIIEF und seinen Ablegern die Stadt- und die Gebietsregierung. Ueber die Managementgesellschaft Sistema-Sarow ist an dem Projekt auch der russische Hightech-Konzern AFK Sistema beteiligt.

Nowosibirsk

Sehr, sehr weit entfernt, aber mit Potenzial vom Feinsten - Nowosibirsk gehoert zum Quartett der wichtigsten IT-Standorte Russlands. Zu verdanken hat das die Hauptstadt Sibirien der hohen Dichte an wissenschaftlichen und Forschungseinrichtungen. Im weltberuhmten "Akademgorodok", einem akademischen Kunstdorf, umgeben von Birkenwaldern, haben die Nowosibirsker Staatsuniversitat NGU und Dutzende verschiedener Institute ihren Sitz - eine Fundgrube an wissenschaftlichem Know-how der Extra-Klasse.

Die ganze IT-Industrie von Nowosibirsk ist in diesem besonderen wissenschaftlichen Umfeld entstanden", sagt Irina Trawina, Vorsitzende der Assoziation SibAkademSoft, die 15 IT-Unternehmen vereinigt. Sie alle sind stolz auf diese regionale Besonderheit: "Wir kommen alle aus der Wissenschaft und Forschung", so die IT-Expertin. Das wirktbisheute: Der Grosseil der Nowosibirsker IT-Industrie fuehlt sich heute noch im "Akademgorodok" zu Hause.

Die meisten Nowosibirsker Firmen entwickeln eigene Softwareprodukte oder arbeiten an speziellen IT-Loesungen fuer grosse, vor allem russische Unternehmen. Ein Beispiel daf tiristdas von Trawina selbst geleitete Softwarehaus SoftLab-NKS mit nur 80 Beschaeftigen. Eines der hauseigenen Produkte sind PC-Spiele. Das Rennspiel "Hart Truck" feiert auf dem Weltmarkt gute Erfolge. "Wir verkaufen es inzwischen in 30 Laendern der Welt", sagt Trawina. Ein anderes Beispiel: Vito Technology, eine kleine Firma mit nur 30 Mitarbeitern. Ihre Spezialitat sind Software fuer PDA, Navigation und digitale Kartografie. Auch sie geniesst Anerkennung im Ausland. Juengster Erfolg: Von der Zeitschrift "SmartPhone a Pocket PC" wurde deren "Vito QuickContact" 2006 als beste Software im Bereich Contact Manager bewertet.

Ein vergleichsweise grosses Unternehmen ist Alekta mit 250 Beschaeftigten. Es arbeitet vor allem fur bedeutende lokale Auftraggeber, wie etwa den Olkonzern LukOil. Zu den internationalen Akteuren zahlt das Softwarehaus SW Soft, das eine grosse Niederlassung in Nowosibirsk unterhalt. In dessen dortigem Entwicklungszentrum arbeiten 400 Fachleute. Eine weitere kleinere Abteilung unterhalt SW Soft in Dolgoprudny bei Moskau. Kostenguenstigere Fachkrafte als in Moskau oder Sankt Petersburg, bei gleichzeitig sehr hoher Qualitat - das duerften die wichtigsten Gruende gewesen sein, Nowosibirsk als einen der globalen Standorte auszuwahlen.

Anders als in Sankt Petersburg oder Moskau ist Outsourcing in Sibirien jedoch nicht sehr weit verbreitet. Die raumliche Entfernung zu den potenziellen Kunden in Europa oder in den USA ist dafuer zu gross. Etwa zehn Stunden Flug aus Westeuropa, keine Direktfluege - auch wenn der physische Kontakt in Zeiten von Internet und High-Speed- Datenautobahnen nicht unbedingt noetig ist, bremst dieser Faktor die Entwicklung von Nowosibirsk als Outsourcing-Standort.

Akademgorodok wird zu eng

Den lokalen IT-Firmen wird das Korsett des "Akademgorodok" langsam zu eng. Sie wachsen, brauchen mehr Platz und eine bessere Infrastruktur. Da kommt der Technopark Nowosibirsk, der auf dem Gelande des "Akademgorodok" entstehen wird, wie gerufen. Fur Sibi-rien ist das Vorhaben Prestigesache - schlieBlich hat Wladimir Putin dem ProjektEnde 2005 den Segen gegeben.

"Im Marz 2007 startet die erste Bauphase", berichtet Technopark-Direktor Igor Sorokin. Zunaechst werden 20.000 Quadratmeter Buero- und Laborraeume und ebenso viel preiswerter Wohnraum entstehen. Der komplette Technopark soll sich bis 2015 auf rund 615.000 Quadratmeter ausdehnen. Investor ist das Unternehmen RosEuro-Development. Grossen Einfluss bei dem Vorhaben hat aber auch die "Wissenschafts-Community". In den IT-Hochburgen Moskau und Sankt Petersburg wird das nicht nur positiv bewertet. "Die Fundamentalwissenschaft und die Geschaftswelt wollen nicht immer das Gleiche. Interessenskonflikte sind vorprogrammiert", befuerchtet ein russischer IT-Experte.

Ungeachtet aller Bedenken ist Sorokin ueberzeugt, dass Nowosibirsk und der Technopark im "Akademgorodok" ihre Wirkung als Magnet fur IT-Firmen nicht verfehlen werden. Intel, IBM, Microsoft und Schlumberger hatten bereits die Absicht bekundet, sich dort niederzulassen. Die Eroffnung des Technoparks ist fuer Anfang 2008 geplant, die ersten Buros werden dann an die Nutzer ubergeben. Trawinas SoftLab-NTS konnte mit von der Partie sein: "Wir hoffen sehr, dass es mit dem Technopark wirklich klappt."

     

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