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Reksoft  |  March, 20, 2006

Russland wird Partnerland zur CEBIT 2007

Jutte Falkner
Ost West Contakt, March, 20, 2006

Russland wird im kommenden Jahr Partnerland der CeBIT werden. Das war am Rande des German-Russian Forum während der diesjährigen CeBIT zu erfahren, zu dem der BITKOM e.V., Verband für Informationstechnologie, Telekommunikation und Neue Medien, Berlin, ingeladen hatte.

Mit dieser Entscheidung wolle man der Tatsache Rechnung tragen, dass Russland einer der dynamischsten Märkte im Bereich IT und Softwarentwicklungen darstellt, sagte Ulrich Dietz, Mitglied des Präsidiums des BITKOM e.V. und Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG, St. Georgen. Entsprechend werde der Verband mit zahlreichen Veranstaltungen auf das Pozential Russland in dieser wachstumsorientierten Branche hinweisen.

2005 exportierte Deutschland für rund 1,8 Milliarden Euro IT- und TK Equipment nach Russland, importierte bei diesen Gütern lediglich für etwa fünf Millionen Euro. "Wir sehen speziell in der Softwareentwicklung erhebliche Wachstumsmöglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den GUS-Staaten", so Dietz.

Die Zusammenarbeit im High-Tech-Bereich werde meist nicht an die große Glocke gehängt, gehe es doch um strategische Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Allerdings entwickele sich die Zusammenarbeit in der Softwarebranche zwischen Deutschland und Russland sehr dynamisch.

Oleg v. Byakhov, Generaldirektor im Ministerium für Informationstechnologien und Kommunikation Russlands, erinnerte die Teilnehmer des Forums daran, dass 30 Prozent der Software, die beim neuen Passagierfllugzeug der Firma Boeing, dem Dreamliner, eingesetzt wird, aus Russland stammt.

Russland exportierte im vergangenen Jahr Software im Umfang von einer Milliarde Euro. Wichtigste Absatzmärkte waren die USA und Kanada, gefolgt von deutschsprachigen Ländern und Skandinavien. Mit fast 30 Prozent wuchs der russische IT-Markt im vergangenen Jahr besonders kräftig. Nach Indien, Kanada, Irland und China gehört Russland heute zu den beliebtesten Zielen beim IT Outsourcing.

Wichtigster Standort für IT-Unternehmen ist Moskau. Hier arbeiten etwa 30 Prozent der IT-Firmen, gefolgt von St. Petersburg (25 Prozent), Nowosibirsk (sieben Prozent) und Nishnij Nowgorod (drei Prozent). Valentin Makarov, Präsident der RUSSOFT Association, St. Petersburg, forderte die deutschen Unternehmen auf, das Potenzial in Russland noch stärker zu nutzen. Zwar sei Deutschland ein wichtiger Partner für die russische IT-Industrie, jedoch hätten viele Unternehmen die Chancen einer Kooperation mit Russland noch nicht erkannt.

Das Engagement in Russland wird die Firma Pluralis, Mainz, künftig ausbauen. Mitte Februar unterzeichnete Michael Glandorf, Bereichsleiter Strategische Projekte, eine Kooperationsvereinbarung mit der russischen Firma Reksoft, St. Petersburg. Ein erstes Projekt im Bereich Logistik startete im Februar, im Herbst wird es bereits abgschlossen sein. Glandorf schätzt an Reksoft vor allem die Flexibilität der Ressourcen, die hohe Qualität der Produkte und nicht zuletzt die marktfähigen Preise. "Mit russischen Firmen lässt sich sehr viel leichter arbeiten als beispielsweise mit indischen Entwicklern," sagt Glandorf, der auch in dieser Region schon verschiedenen Projekte realisierte. "Die Entfernung ist geringer, die Menatlitäten sind nicht so verschiedlich und der Informationsaustausch klappt einfach besser."

Reksoft wurde 1991 gegründet und hat bereits über 150 Projekte für 40 internationale und russische Kunden erfolgreich realisiert. In diesem Jahr, so informierte der Geschaftsführer Alexander Jegorow, soll der Anteil der offshore-Projekte von zehn auf 20 Prozent erhöht werden.

     

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